Lobautunnel

Am 27.8.21 fand in Hirschstetten, Wien 22, anlässlich des Baubeginns der "Stadtstraße" (De facto Autobahn) eine Demonstration dagegen statt, die in einem Protestcamp endete. In der Quadenstraße, in der durch eine Auffahrt am meisten neuer Verkehr geschaffen werden wird, befragten wir Passantinnen und Passanten. Es gab sehr viele, die sich dagegen aussprachen, während in benachbarten Einfamiliensiedlungen das weniger der Fall war.

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Über den Sommer 2021 werden die ASFINAG-Straßenbauprojekte vom Verkehrsministerium evaluiert. Der renommierte Verkehrsexperte Hermann Knoflacher fordert in einem offenen Brief eine Offenlegung dieses Prozesses: Nur eine von unabhängigen und nicht direkt mit den Straßenbauprojekten befassten Fachleuten durchgeführte Überprüfung entspricht dem Mindeststandard. Der Naturschutzbund unterstützt diese Forderung im Interesse des Schutzes von Natur, zu dem auch Klima- und Menschenschutz gehören.

Seitens eines engagierten Aktivisten des Lobau-Forums erging eine "dringende" Anfrage ans Büro von Umweltministerin Gewessler, um zu überprüfen, ob die von der ASFINAG beauftragten Umbauarbeiten bei der bisherigen Ausfahrt Hirschstetten, wo  ein größerer Autobahnknoten zur Stadtstraße hin geplant ist, tatsächlich auch unter den Evaluierung-"Aufschub" fallen oder nicht.

Die Stadtstraße mit 4 Spuren und fast keinen Kreuzungen ist beinahe eine Schnellstraße, aber sie wird nicht von der ASFINAG gebaut, also nicht vom Bund, sondern von der Stadt Wien (deshalb der komische Name). Deshalb ist sie nicht von der Evaluierung von Gewessler betroffen, sie ist somit nicht "blockiert".
Allerdings ist der Zweck der Stadtstraße eine "Hochleistungsstraße" von der Südosttangente zur Seestadt, und dort werden die beiden Autobahnzubringer von der ASFINAG gebaut.

  1. Die vergangenen Monate waren ein Riesenfortschritt. Es gab die ersten großen Demonstrationen gegen den Lobau-Tunnel und zwar wiederholt. So groß, dass auch die Medien aufgesprungen sind, was wiederum dem Problem mehr Aufmerksamkeit verschafft. Gründe dafür gibt es einige, nicht zuletzt auch eine systematische Arbeit zur Bildung eines Aktionsbündnisses. All das passiert vor dem Hintergrund eines immer größeren Widerspruchs zwischen Klima-Blabla der herrschenden Eliten („Klimamusterstadt Wien“) und einer real völlig konträren Politik – am besten exemplifiziert am S1-Autobahn-Netzwerk.

Nach einem bewegten halben Jahr mit sehr vielen und großen Mobilisierungen gegen die Lobau-Autobahn fanden wir uns am 4. Juli in der Donaustadt zusammen, um uns endlich von Angesicht zu Angesicht auszutauschen – wir, das sind Aktivistinnen und Aktivisten, jung und alt, in unterschiedlichsten Initiativen engagiert oder auch individuell tätig.

Anlässlich einer Tanzveranstaltung gegen den Lobautunnel am 13.6.21 auf der Wiener Donauinsel sprachen und sangen die Waldfee, sowie Werner Schandl und Alfred Benda von Hirschstetten retten.

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Mythos „Die Lobauautobahn ist ja nur eine Umfahrung, durch die die Stadt weiter drinnen verkehrsentlastet wird“

Falsch.

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Raddemo für eine Wende hin zum öffentlichen Verkehr und gegen die Lobauautobahn am 3.6.21 in Wien - auch diesmal wieder sehr viele TeilnehmerInnen.

Hier die Reden und Musikeinlagen bei der Abschlusskundgebung in Süßenbrunn, wo die Abzweigung zum S1 Lobautunnel lt. Asfinag-Planung errichtet werden soll.

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Interview mit Heinz Mutzek, Biopilzezüchter am Rande der Lobau.

Ein Beitrag von Uli Gladik

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