Wilhelm Langthaler

Aktivist und Publizist geboren 1969 in Graz, studierte Elektrotechnik und Philosophie in Wien, als Angestellter im Industrieanlagenbau tätig. Politischer Aktivist gegen die ungerechte Weltordnung insbesondere gegen imperiale Kriege (Irak, Jugoslawien, Palästina, Afghanistan, etc.). Zahlreiche Reisen nach Nahost, den Balkan und Asien. Buchautor.

Schwarzgrüne Regierung: Bericht von und Bilanz der Mahnwache

Entwickeln wir ein breites Bündnis für eine ökosoziale Wende im Interesse der Mehrheit!

Nur wenige Tage nach der Präsentation des Regierungsprogramms und der Angelobung der schwarzgrünen Regierung fand die erste von einem breiten Bündnis sozial- und ökologisch engagierten Aktivist_innen getragene Aktion unter dem Motto „für eine ökosoziale Politik im Interesse der Mehrheit“ statt. Wir wählten für die Mobilisierung die Form der Mahnwache, denn es ging auch darum, die Grünen an ihre Wurzeln zu gemahnen.

Richtung Schwarzgrün

Der Kurz’sche Sieg war erwartet worden. Das Ausmaß der Niederlage der FP und des Aufstiegs der Grünen gerieten doch zur Überraschung. Nun läuft alles auf eine schwarzgrüne Koalition, in gewissem Sinn eine Neuformierung der Großen Koalition der globalistischen Eliten hinaus.

Die wichtigsten Fragen:

Wie ist der Höhenflug der Kurz-VP zu erklären, war und ist sie doch integraler Bestandteil des alten Systems? Wie konnte es gelingen alt als neu zu verkaufen? Oder gibt es etwas wirklich Neues?

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Zentralgestirn Kurz?

Noch nie gab es das in der Zweiten Republik: Die ÖVP als einziger Dreh- und Angelpunkt jeglicher Regierungsbildung. Lediglich kulturelle Farbkleckse zur Mehrheitsbeschaffung. Ist das System der Großen Koalition endgültig vorbei? Anders gefragt: Ist der Niedergang der Sozialdemokratie unaufhaltsam? Und was können wir dem entgegensetzen?

 

Ausgehöhlte Realverfassung der Zeiten Republik

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Was sagt uns S. Kurz‘ Kritik am Freihandelsabkommen mit dem Mercosur?

Kanzler in spe Kurz erklärt im Wahlkampf gerne, dass er das Freihandelsabkommen EU-Mercosur „in dieser Form“ nicht unterschreiben würde. Er wolle die österreichische Landwirtschaft und sogar den Regenwald schützen.

Das ist heiße Luft. Kurz und seine ÖVP wird nicht nur nichts gegen das Abkommen unternehmen, sondern sie verdingen sich sogar als Einpeitscher des neoliberalen Freihandels. „Österreich ist eine Exportnation“ so der Stehsatz – als ob das ohne wenn und aber gut wäre und für allgemeinen Wohlstand sorgen würde.

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AK-Studie: öffentlicher Verkehr in Wr. Außenbezirken schlecht, Verbindung mit Umland noch schlechter

Mit recht geringen Kosten könnte man sehr schnell das Angebot verbessern. Mit ordentlichen Investitionen könnte man noch mehr machen. Dazu bräuchte es aber eine grundlegende Wende. Kein Lobautunnel (Symbol für eine Auto-fördernde Verkehrspolitik), sondern massiver Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Das erhöht die Verteilungsgerechtigkeit, die städtische Lebensqualität und leistet einen Beitrag gegen den Klimawandel.

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Buwog-Privatisierung endet bei Private-Equity-Heuschrecken

Vor kurzem übernahm die Vonovia-Gruppe die Buwog mit einem Gesamtwert von rund 5,2 Mrd. Euro. Der Käufer ist der größte deutsche Immobilienkonzern. Hinter diesem verstecken sich Private-Equity-Fonds mit Blackrock an der Spitze. Die Vorgängerfirmen von Vonovia sind bekannt dafür, mit allen Mitteln die Rendite für die Anleger zu erhöhen. Die Mieter bleiben dabei auf der Strecke.

 

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Schwarzblau: „Marktkonforme Mieten“

FP-Strache gibt bekanntlich gerne den Anwalt des kleinen Mannes, ja sein ganzer Aufstieg ist auf dieses Image gegründet. So forderte er im Wahlkampf symbolisch noch die 300-Euro-Miete für eine 50m²-Wohnung. Doch davon steht im Regierungsprogramm nichts mehr. Da durfte er offensichtlich nur mehr die Interessen der Immobilien-Haie etwas verschleiern. Eine Lektüre des Abschnitts im Regierungsprogramm S. 47-49 lohnt sich jedenfalls.

AK verstrickt sich in Widerspruch zwischen Gemeinwohl und Autolobby

In der jüngsten Ausgabe der AK-Mitgliederzeitung (2/18) mit ihrer Millionenauflage findet sich der ambitionierte Artikel „Mehr Schnellbahn, weniger Stau“. (Hier die Langversion auf der Website der Arbeiterkammer.) Das zentrale und völlig richtige Argument: Mit sehr geringen Mitteln von 750 Mio.